Welcher Fitnesskurs passt zu dir, wenn du im Herbst als Einsteigerin startest?
24. September 2026 · Body & Soul Women Redaktion · 12 Min. Lesezeit
Der Kurs, der zu deinem Ziel und zu deinem Alltag passt. Das klingt banal, lässt sich aber ziemlich genau herunterbrechen: Wenn du viel sitzt und dich steif fühlst, ist ein Rückentraining mit Fokus auf Beweglichkeit ein guter erster Schritt. Wenn du Kraft aufbauen willst und wenig Zeit hast, passt das Zirkeltraining an den Milon-Geräten. Wenn dir Beine und Po wichtig sind und du gern in einer kleinen Gruppe trainierst, ist die Booty.Area eine Möglichkeit. Und wenn du erst einmal ankommen und zur Ruhe kommen willst, ist ein Yogakurs für Anfängerinnen ein sanfter Einstieg.
Den einen richtigen Kurs für alle gibt es nicht. Der beste Einstieg ist der, zu dem du auch in der dritten Woche noch hingehst, wenn das Wetter grau ist und der Tag lang war.
Vielleicht kennst du das Gefühl, nicht sportlich genug für ein Fitnessstudio zu sein, oder die Unsicherheit vor Geräten, die fremd aussehen. Das ist normal, und genau dafür sind geführte Einstiege da: Jemand zeigt dir, was du tun kannst, und du musst vorher nichts können.
Hier findest du vier Einstiege, die es im Body&Soul Women in Innsbruck gibt. Zu jedem steht, für wen er gedacht ist, woran du merkst, ob er zu dir passt, und worauf du am Anfang achten kannst. Am Ende steht ein einfacher Plan für die ersten Wochen.
Key Takeaways
Der beste Einstieg ist der, den du auch an einem grauen Herbsttag noch besuchst. Er richtet sich nach deinem Ziel und deinem Alltag, nicht nach einem Ranking.
Drei Fragen helfen bei der Wahl: Was fehlt mir gerade? Wie viel Energie habe ich? Trainiere ich lieber mit anderen oder für mich?
Beim Milon-Zirkeltraining werden die Geräte einmalig auf deine Daten eingestellt und dein Trainingsverlauf wird festgehalten. Das passt, wenn du wenig Zeit hast und in deinem Tempo trainieren willst.
Das Five-Konzept im Rückentraining setzt auf Dehnung und Mobilisation statt auf Kraftaufbau. Bei Beschwerden kommt zuerst die ärztliche Abklärung, denn Training ersetzt keine Behandlung.
Die Booty.Area stärkt Beine und Po in kleinen Gruppen mit anpassbaren Übungen, Yoga für Anfängerinnen ist ein ruhiger Einstieg im eigenen Tempo.
Für den Start reichen ein Einstieg und ein fester Termin pro Woche. Nach vier Wochen siehst du ehrlich nach, ob es passt, und wechselst, wenn nicht.
Warum der Herbst ein guter Zeitpunkt ist, und warum er es nicht sein muss
Der Herbst hat etwas Praktisches: Nach dem Sommer kehrt bei vielen wieder Struktur in den Alltag zurück. Die Urlaubszeit ist vorbei, im Beruf und in der Familie geht es wieder in den gewohnten Takt. Wer dabei spürt, dass ein fester Rhythmus für die eigene Bewegung fehlt, findet in einem Kurs am festen Wochentag genau das.
Dazu kommt, dass sich Studios im Herbst mit Menschen füllen, die etwas Neues anfangen wollen. Du bist als Einsteigerin also nicht die Einzige, die zum ersten Mal auf einer Matte steht oder vor einem Gerät sitzt. Das nimmt vielen den Druck, den sie sich selbst machen. Und ein Kurs hat einen zweiten Vorteil: Eine Trainerin oder ein Trainer führt dich durch die Stunde, du lernst die Grundlagen in Ruhe und lernst nebenbei andere kennen. Diese Gemeinschaft hilft vielen, dranzubleiben, weil man in der Gruppe vermisst wird, wenn man fehlt.
Ehrlich gesagt: Der Herbst ist kein Zaubermonat, und wer im Februar anfängt, ist genauso richtig. Aber er bietet einen natürlichen Neustart, und den kannst du nutzen. Statt bei Regen zu überlegen, ob du noch laufen gehst, hast du einen Termin, der stattfindet.
Zuerst die Frage, dann der Kurs: Was willst du, und was verträgt dein Alltag?
Bevor du dir Kurse ansiehst, lohnt sich ein kurzer Blick auf dich selbst. Drei Fragen genügen, und du musst keine davon perfekt beantworten.
Erstens: Was fehlt dir gerade? Vielleicht ist es Kraft, weil dir die Treppe schwerer fällt als früher. Vielleicht Beweglichkeit, weil du nach dem Arbeitstag am Schreibtisch im Nacken und in den Schultern spürst, dass du zu lange gesessen hast. Vielleicht ist es Ruhe, weil dein Kopf abends nicht abschaltet. Oder du willst dich einfach wieder wohler in deinem Körper fühlen. Jedes dieser Ziele passt zu einem anderen Einstieg.
Zweitens: Wie viel Energie hast du wirklich? Nach einem langen Arbeitstag ist ein ruhiger Kurs mit Dehnen und Atmen oft leichter zu schaffen als ein forderndes Programm. Brauchst du Bewegung, um den Tag abzuschütteln, darf es kräftiger sein.
Drittens: Trainierst du lieber mit anderen oder für dich? Manche Frauen brauchen die Gruppe, andere fühlen sich in einem Zirkel wohler, in dem sie ihr eigenes Tempo gehen.
Noch ein Hinweis, der kurz sein darf: Wenn du Beschwerden hast, etwa im Rücken, in den Gelenken oder im Kreislauf, sprich vor dem Start mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Training kann vieles unterstützen, aber es ersetzt keine Abklärung und keine Behandlung. Im Studio kannst du dann im Erstgespräch erzählen, was du mitbringst, und gemeinsam mit den Trainerinnen und Trainern besprechen, was für dich passt.
Milon-Zirkeltraining: wenn du wenig Zeit hast und nicht grübeln willst
Das Zirkeltraining ist kein Kurs im klassischen Sinn, sondern ein geführter Rundgang durch mehrere Geräte. Du trainierst nacheinander verschiedene Muskelgruppen, von den Beinen über den Rücken bis zu den Armen, mit kurzen Pausen dazwischen. Der Ablauf ist von Anfang an klar, du musst also nicht überlegen, was als Nächstes kommt.
Der Punkt, der Einsteigerinnen meistens am meisten beruhigt: Die Geräte werden einmalig auf deine persönlichen Daten eingestellt. Im Studio werden zum Beispiel Sitzhöhe, Sitzposition und Gewicht auf einer persönlichen Chipkarte gespeichert. Danach musst du nicht bei jedem Training neu herumprobieren, sondern kannst dich darauf konzentrieren, die Bewegung sauber auszuführen. Auch dein Trainingsverlauf wird festgehalten, sodass du später nachsehen kannst, wie du dich entwickelst.
Das Zirkeltraining passt gut zu dir, wenn du Ganzkörpertraining in überschaubarer Zeit möchtest, wenn du Kraft aufbauen willst, ohne dich mit Übungsplänen zu beschäftigen, oder wenn du dich in einer Gruppe nicht wohlfühlst und lieber in deinem eigenen Tempo trainierst. Es passt weniger, wenn du vor allem Gemeinschaft suchst und den Austausch in einer Stunde mit festen Teilnehmerinnen brauchst.
Ein Tipp für den Anfang: Frag beim ersten Termin ruhig nach, warum eine Einstellung so gewählt wurde. Wer versteht, was am Gerät passiert, trainiert entspannter. Und wenn dir eine Übung unangenehm ist, sag es sofort. Die Einstellung lässt sich anpassen.
Five Rückentraining: für Beweglichkeit und ein besseres Körpergefühl
Viele Frauen kommen mit einem Wunsch: Der Körper soll sich wieder freier anfühlen. Nacken, Schultern und Rücken melden sich nach langen Bürotagen oder nach Stunden im Auto. Für diese Situation ist das Five-Konzept gedacht. Es setzt auf Dehnung und Mobilisation, also darauf, Muskelpartien zu dehnen, die sich verkürzt anfühlen, und den Körper beweglich zu halten. Der Schwerpunkt liegt weniger auf Kraftaufbau als bei anderen Angeboten.
Im Studio wird Five im Rahmen des Rückentrainings angeboten, mit wenigen Übungen pro Einheit an speziellen Geräten. Die Übungen lassen sich anpassen, sodass jüngere und ältere Teilnehmerinnen in ihrem eigenen Tempo arbeiten können. Frag im Erstgespräch, in welcher Form du gerade einsteigen kannst.
Ob es zu dir passt, merkst du an deiner Ausgangslage. Wenn du dich über den Tag immer steifer fühlst, wenn du eher Beweglichkeit als Muskelkater suchst und wenn dir ein ruhiger, überschaubarer Einstieg wichtiger ist als Schweiß, spricht vieles dafür. Wenn du dagegen vor allem Kraft aufbauen willst, ist ein anderer Einstieg passender.
Eine Sache gehört an dieser Stelle klar dazu: Five ersetzt keine Behandlung. Wenn du Rückenschmerzen hast, die länger anhalten oder sich verstärken, gehört das zuerst zur Ärztin oder zum Arzt. Danach kann das Studio gemeinsam mit dir überlegen, welche Übungen für dich passen.
Die Rückenkurse im Studio ergänzen das: Pilates, Yoga oder Stretching arbeiten mit der Atmung, mit Halte- und Spannungsübungen und mit Dehnung. Die Kursleiterinnen und Kursleiter erklären die Übungen und korrigieren die Ausführung, das ist gerade am Anfang viel wert.
Booty.Area: Kraft für Beine und Po in kleiner Gruppe
Beine und Po gehören zu den kräftigsten Muskelgruppen des Körpers, und sie tragen dich durch den Alltag: beim Treppensteigen, Aufstehen, Gehen, Bücken. Die Booty.Area im Body&Soul Women legt darauf den Fokus.
Dort gibt es spezielle Geräte, zum Beispiel eine Hip-Thrust-Maschine, an der du die Hüfte streckst und dabei die Gesäßmuskulatur und die Oberschenkelrückseite einsetzt, einen Hack Squat für Beine und Gesäß, einen Standing Abductor mit Bändern für die seitlichen Gesäßmuskeln und einen Belt Squat als Alternative zur Kniebeuge mit Langhantel. Dazu kommen klassische Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte und Beinpresse und Widerstandsbänder.
Für Einsteigerinnen ist wichtig: Die Übungen lassen sich anpassen. Du beginnst mit weniger Gewicht oder einer leichteren Variante und steigerst dich in deinem Tempo. Trainiert wird in kleinen Gruppen, sodass die Trainerin oder der Trainer sieht, wie du dich bewegst, und dir Rückmeldung geben kann. Eine saubere Ausführung ist am Anfang wichtiger als ein hohes Gewicht.
Die Booty.Area passt zu dir, wenn du Krafttraining ausprobieren willst und Freude an Bewegung mit Widerstand hast, wenn du dir im Alltag mehr Stabilität in Hüfte und Beinen wünschst oder wenn dich die Gruppe motiviert. Wenn du vor allem Ruhe suchst, ist sie weniger die erste Wahl. Und ein Hinweis, der zur Ehrlichkeit gehört: Wie schnell sich etwas verändert, ist bei jeder Frau verschieden. Freu dich lieber über das, was du früh merkst, etwa dass du dich sicherer bewegst.
Yoga für Anfängerinnen: ankommen, atmen, im eigenen Tempo
Yoga ist der leiseste der vier Einstiege, aber nicht der leichteste. Wer zum ersten Mal in einer längeren Haltung steht, merkt schnell, dass Halten Kraft braucht. In einem Anfängerkurs werden die Haltungen, die Asanas, Schritt für Schritt erklärt. Du lernst, sie zu erreichen und wieder zu verlassen, und du übst dabei, die Bewegung mit dem Atem zu verbinden.
Viele Frauen erleben Yoga als Zeit, in der der Kopf ruhiger wird, gerade nach Tagen mit viel Termindruck. Ein Versprechen ist das nicht, aber ein guter Grund, es auszuprobieren. Dazu kommt ein Gedanke, der für Einsteigerinnen wertvoll ist: Im Yoga geht es nicht darum, es anderen gleichzutun. Du arbeitest im eigenen Tempo und respektierst deine Grenzen. Wenn eine Haltung heute nicht geht, gibt es eine leichtere Variante, und das ist Teil der Übung und kein Rückschritt.
Yoga passt zu dir, wenn du Beweglichkeit und Körpergefühl schulen möchtest, wenn du einen ruhigen Einstieg brauchst, weil dir Geräte und Zirkel im Moment zu viel sind, oder wenn du nach einem vollen Tag einen Ausgleich suchst. Es passt weniger, wenn du gezielt Kraft an Geräten aufbauen willst, dafür sind die anderen Einstiege direkter.
Frag im Studio, welche Yogastunden aktuell im Kursplan stehen und für welche Vorkenntnisse sie gedacht sind. Gerade bei Yoga gibt es große Unterschiede, und ein Anfängerkurs macht den Start deutlich leichter.
Mehr dazu im Studio: Welche Gruppenkurse es im Body&Soul Women gibt und wie der Kursplan aussieht, findest du auf der Seite Kurse Women.
So startest du, ohne dich zu überfordern
Der häufigste Fehler am Anfang ist nicht der falsche Kurs, sondern zu viel auf einmal. Wer sich vornimmt, vier Mal pro Woche zu trainieren, gibt oft nach drei Wochen auf. Ein kleiner Plan, den du wirklich einhältst, ist mehr wert als ein großer, den du nach kurzer Zeit verwirfst. So könnte er aussehen:
Buch ein Erstgespräch und sei ehrlich. Erzähl, was du dir wünschst, wie dein Alltag aussieht und ob du Beschwerden hast. Gesundheitliche Fragen klärst du vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Wähl einen Einstieg, nicht vier. Nimm den, der am besten zu deinen Antworten auf die drei Fragen passt. Die anderen kannst du später ausprobieren.
Plan zuerst nur einen festen Termin pro Woche. Trag ihn wie einen Arzttermin in den Kalender ein. In den ersten zwei Wochen ist das Ziel nicht Leistung, sondern Hingehen.
Sieh nach vier Wochen ehrlich nach. Fühlst du dich nach dem Training eher wacher oder eher erledigt? Freust du dich auf den Termin? Wenn der Kurs nicht passt, ist ein Wechsel keine Niederlage, sondern ein Ergebnis: Du weißt jetzt, was nicht dein Ding ist.
Plan Erholung mit ein. Muskelkater kann am Anfang vorkommen, und der Körper braucht Zeit, sich an neue Reize zu gewöhnen. Im Studio gibt es dafür auch Wellness-Angebote.
Wenn du unsicher bist, ob du das allein schaffst: Genau dafür sind Kurse da. Eine feste Zeit, eine Gruppe und jemand, der dich anleitet, nehmen dir viele Entscheidungen ab. Und vergleiche dich nicht mit den anderen im Raum. Die Frau neben dir hatte ihren ersten Termin vielleicht vor Jahren oder gestern. Deine Referenz ist dein eigener Stand von heute.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich sportlich sein, um in einen Kurs einzusteigen?
Nein. Einsteigerkurse und geführte Formate sind dafür gedacht, dass du nichts vorher können musst. Die Übungen werden erklärt, lassen sich anpassen, und die Kursleitung korrigiert die Ausführung. Frag im Erstgespräch, welche Formate für Einsteigerinnen vorgesehen sind.
Wie oft sollte ich als Einsteigerin trainieren?
Eine feste Regel gibt es nicht. Für den Anfang bewährt sich ein fester Termin pro Woche, den du wirklich einhältst. Wenn du nach ein paar Wochen Lust auf mehr hast, kannst du einen zweiten ergänzen.
Ich habe Rückenbeschwerden. Kann ich trotzdem starten?
Lass Beschwerden zuerst ärztlich abklären, denn Training ersetzt keine Behandlung. Danach kannst du im Erstgespräch erzählen, was du mitbringst, und gemeinsam mit dem Team besprechen, welcher Einstieg dafür infrage kommt. Das Five-Konzept ist für Beweglichkeit und Mobilisation gedacht, nicht als Therapie.
Was ist der Unterschied zwischen Zirkeltraining und einem Kurs?
Beim Zirkeltraining gehst du in deinem Tempo von Gerät zu Gerät, die Einstellungen sind gespeichert. Ein Kurs findet in einer festen Gruppe statt, und die Kursleitung führt dich durch die Stunde. Wer Gemeinschaft sucht, ist im Kurs meistens besser aufgehoben, wer allein trainieren will, im Zirkel.
Was ist, wenn mir der Kurs nicht gefällt?
Dann hast du etwas gelernt, und du darfst wechseln. Gib einem Einstieg etwa vier Wochen und sieh ehrlich nach, ob du dich darauf freust. Wenn nicht, probierst du einen der anderen Einstiege aus.
Finale Gedanken
Du musst nicht wissen, welcher Kurs der richtige ist, bevor du anfängst. Das ist ein bisschen wie bei Schuhen: Du erfährst erst beim Gehen, ob sie passen. Ein Kurs, der sich nach drei Wochen nicht richtig anfühlt, hat dir trotzdem etwas gezeigt, nämlich was du brauchst und was nicht.
Vielleicht hilft dir eine einfache Frage für den Weg: Wobei würde ich mich in ein paar Monaten am meisten freuen, dass es leichter geht? Beim Treppensteigen, beim Sitzen am Schreibtisch, beim Abschalten am Abend, beim Heben der Kinder oder der Einkäufe? Die Antwort zeigt dir meistens schon, in welche Richtung du gehen willst.
Der Herbst gibt dir dafür einen Anlass, aber keinen Zwang. Wichtig ist nur, dass du dir den ersten Termin gönnst und ihn nicht auf einen perfekten Zeitpunkt verschiebst, den es selten gibt. Im Studio triffst du Frauen, die einmal an derselben Stelle standen. Ein Anfang muss nicht groß sein. Er muss nur stattfinden.
Dieser Text wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt.
Über das StudioRomed Kleissl
Romed Kleissl führt Body&Soul Women in Innsbruck, ein Studio nur für Frauen. Er ist seit über 30 Jahren in der Fitnessbranche tätig.